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Ex post Analysen

Unter ex post Analysen von dolosen Handlungen versteht man die im Nachhinein durchgeführte Ermittlung von Gründen, die dolose Handlungen begünstigt oder ermöglicht haben, wie beispielsweise Kontrollmängel, Management Override oder andere Ursachen.


Ex post bedeutet, dass sie nach den dolosen Handlungen durchgeführt wird, entweder als Einzelmaßnahme oder innerhalb der anderen Maßnahmen der Aufarbeitung wie beispielsweise Sonderuntersuchungen.

Eine umfassende Ex post-Analyse berücksichtigt auch die Etablierung von Maßnahmen zur zukünftigen Verhinderung.

Üblicherweise wird bereits bei der Durchführung von Sonderuntersuchungen das jeweilige Fraud-Schema – oder die jeweiligen Fraud-Schematas – analysiert und umfassend dargestellt. Damit erhält die Organisation wichtige Informationen zu den Ursachen der dolosen Handlungen, wie beispielsweise:

  • Handelt es sich um einen so genannten Management override, also die bewusste Außerkraftsetzung von Kontrollmechanismen durch das Management?
  • Handelt es sich um Prozessschwächen, die durch eine unzureichende Funktionstrennung oder ein fehlendes Vieraugen-Prinzip entstanden sind?

Auf der Grundlage dieser Informationen kann man dann das Interne Kontrollsystem entsprechend neu ausgestalten, damit es zukünftig nicht mehr zu gleichen oder ähnlichen Vorfällen kommen kann.

Vielfach wird unterschätzt, wie wichtig die Aufarbeitung von dolosen Handlungen ist, um zukünftige gleiche oder ähnliche Fraud-Schematas zu verhindern. So geben Organisationen manchmal viel Geld für die Aufarbeitung aus, ohne dass entsprechende Konsequenzen für die Zukunft gezogen werden. Und nicht selten wird die Organisation durch das gleiche Fraud-Schema erneut geschädigt.

Weiterführende Informationen

Einschätzung der Wirksamkeit