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Sonderprüfungen

Vieles von dem, was wir im Bereich der Aufdeckung zum Thema Sonderuntersuchungen geschrieben haben, gilt in gleicher Weise auch für den Hauptprozess Aufarbeitung.


Die Durchführung von Sonderuntersuchung erfolgt als Aufarbeitung immer anlassbezogen. Die aus einem formellen oder informellen System stammenden Informationen werden untersucht.

Die Aufarbeitung folgt dem klassischen Schema in der Internen Revision mit der Sammlung und Auswertung von Informationen, beispielsweise durch:

  • das Führen von Interviews mit Zeugen
  • die Auswertung von Dokumenten
  • die mit Hilfe von CAATs durchgeführte Analyse von Personal Computern oder Dateien verschiedenster Art
  • die Durchführung von Hintergrundermittlungen (Corporate Intelligence)

Sonderprüfungen haben in diesem Zusammenhang den Zweck, dolose Handlungen hinsichtlich der Art und Weise ihrer Begehung und des verursachten Schadens aufzuarbeiten. Nur wenn dies gerichtsverwertbar geschieht, können sich daran zivil-, straf-, und arbeitsrechtliche Konsequenzen anschließen.

Es entspricht best practice, dass Sonderprüfungen iterativ durchgeführt werden. Das heißt, dass in der Praxis oftmals viele verschiedene Prüfungsfelder vorhanden sind. Abhängig von den jeweiligen Untersuchungszielen werden die Experten einige Prüffelder untersuchen, andere nicht. Die Ziele der Prüfung müssen darum für die Organisation verbindlich definiert werden, weil davon nicht nur der Kostenrahmen, sondern auch der Erfolg der Untersuchung abhängen.

Es entspricht dabei guter Übung, dass dem Mandanten in für ihn transparenter Form klargemacht wird, warum einzelne Prüffelder abgearbeitet werden müssen und andere - unter den spezifischen Zielen der Untersuchung - nicht priorisiert werden sollten.