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Elemente professioneller privater Ermittlungen

Privatermittlungen dienen der Aufklärung von unterschiedlichster Sachverhalte. Zur Erkenntnisgewinnung bedienen sich die privaten Ermittler verschiedener, aber ineinandergreifender Mittel. Ermittlungen müssen hierbei zielorientiert durchgeführt werden, aber dennoch variabel hinsichtlich der eingesetzten Mittel sein.


Während das Ermittlungsziel, die Überführung eines Täters oder die Objektivierung eines Sachverhaltes, gleich bleibt, können sich die zielführenden Mittel wegen der ständigen neuen Erkenntnisse im laufenden Ermittlungsprozess ändern. Die Einzelmaßnahmen gliedern sich im Wesentlichen wie folgt:

Ermittlungsplanung

Die Ermittlungsplanung ähnelt prozessual der Planung, wie sie auch behördliche Kräfte durchführen. Bei wenig komplexen Sachverhalten findet diese ohne große Formalisierung statt, bei umfangreicheren und unübersichtlichen Lagen empfiehlt sich die schriftliche Niederlegung der relevanten Eckdaten. Wichtige Hilfsmittel sind hierbei neben EDV-Tabellen auch Organigramme, Genogramme, Weg-Zeit-Diagramme, Lagezeichnungen und anderes mehr. Weil der Ermittlungsprozess selbst dynamisch ist, ist selbstverständlich die Ermittlungsplanung ebenso bei allen neuen Erkenntnissen laufend zu validieren und zu ändern.

Integrationen und Einschleusungen

Der Einsatz eines verdeckten Ermittlers (vE) dient der Informations- und Beweisgewinnung in Unternehmen oder Institutionen, aber auch Milieus. Hierbei wird unter einer plausiblen Legende ein vE an tatverdächtige Personen herangeschleust und versucht, beweiserhebliche Informationen zu einer Tat oder einem Sachverhalt zu ermitteln. Gerade wenn der Videobeweis nicht erlangt werden kann, stellt die Einschleusung eine sinnvolle Option zur Tataufklärung da.

Observation

In einigen Situationen ist eine Observation manchmal das einzige und letzte  Mittel, um über eine bestimmte Person oder einen Sachverhalt noch Erkenntnisse zu gewinnen. Observationen sind in der Regel dreigeteilt: Die präoperative Aufklärung bringt im Vorfeld wichtige Erkenntnisse über die Zielperson und den Einsatzraum, die eigentliche Observation bringt den Ermittlern neue Daten und die nachfolgende Analyse gewichtet die gewonnenen Daten und gibt den Ermittlern neue Ansätze, sofern der Sachverhalt nicht abschließend geklärt ist.

Vernehmung und Befragung

Die Vernehmung und Befragung von Personen ist nach unserer Erfahrung die am meisten unterschätzte Art der Informationsgewinnung. Dabei handelt es sich um keine Vernehmung und kein Verhör im prozessualen Sinne, sondern das Ziel eines jeden Interviews ist es, durch Abschöpfen humaner Ressourcen im offenen oder verdeckten Einsatz möglichst viele und detailreiche Informationen zu gewinnen.

Jeder Ermittler muss Kenntnisse über die Informationsgewinnung durch Befragung und auch in der Bewertung der Aussagen im Hinblick auf den Wahrheitsgehalt sein Eigen nennen.

Fahndung

Durch Durchsuchen öffentlich-rechtlicher oder privater Datenbanken, Internetrecherche, Aktivierung eines Mitarbeiter- und Partnernetzwerkes oder Befragung von Personen wird der momentane Aufenthalt einer Person oder Sache festgestellt. Nicht selten werden hierbei auch Geldsummen als Belohnung ausgelobt.

Hintergrundrecherchen und Wirtschaftsauskünfte

Praxiserfahrungen zeigen, dass ein blindes Vertrauen in die Bonitätsdaten vollständig automatisierter Datenbanken nicht gerechtfertigt ist. Hintergrundrecherchen sollten daher soweit möglich durch weitere Ermittlungen verifiziert werden.

Hintergrundrecherchen und Wirtschaftsauskünfte dienen überwiegend der Schadensabwehr und haben eine präventive Funktion. Je nach Auftrag werden die Kreditwürdigkeit, der Lebenslauf und Zeugnisse, die ausgefüllte Selbstauskunft oder andere relevante Angaben und Fakten ermittelt oder verifiziert.

Tatortarbeit

Ein privater Ermittler wird eher selten mit Ermittlungen in einem Mordfall betraut werden, gleichwohl es diese Aufträge ebenfalls gibt. Der Tatort ist in diesen Fällen von den behördlichen Kräften gesichert, analysiert und eventuell durch Spezialkräfte bereits gereinigt worden, so dass sich im Regelfall für den privaten Ermittler hier keine wesentlich neuen Erkenntnisse ergeben dürften.

Beauftragt durch einen Rechtsanwalt könnten sich über die Akteneinsicht eventuell Informationen zum Tatort ergeben. In betrieblichen Sabotageakten oder in Fällen des Versicherungsbetruges kann der private Ermittler aber der erste, wenn nicht gar der einzige Kriminalist am Tatort sein. Die Kenntnis um die Tatbegehungsweisen und der Umgang mit Einsatzmitteln respektive der operativen Kriminaltechnik sind hierbei Voraussetzung für eine erfolgreiche Befundaufnahme und Spurensicherung.

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