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Einschätzung der Wirksamkeit

Werden Sonderprüfungen zur Aufdeckung von Wirtschaftskriminalität eingesetzt, so liegt in der Regel bereits ein formeller oder informeller Hinweis vor. Will man ohne Anlass dolose Handlungen aufdecken, kommen eher andere Instrumente wie das Fraud Due Diligence Audit, das eine gezielt Suche mit Hilfe von Expertenmethodik darstellt, in Betracht.

Eine Sonderuntersuchung ohne vorliegenden Hinweis gleicht dem Stochern im Heuhaufen. Bei Sonderuntersuchungen ist eine kostentreibende Problematik in der Regel, dass viele verschiedene Prüffelder vorliegen. Das liegt darin begründet, dass Interne Kontrollsysteme oftmals Schwächen aufweisen, die es einem Straftäter erlauben, sich an vielen verschiedenen Stellen zu bedienen und Geld oder Vermögenswerte der Organisation in seinen Besitz zu bringen.

Nicht selten kommt man von einem Prüffeld auf ein anderes. In einem unserer Fälle hatten wir am Ende sechs Fraud-Schematas, nach denen ein Manager sein Unternehmen um mehrere Millionen Euro erleichtert hat. Auf diese Prüffelder stößt man im Lauf der Untersuchung nach und nach. Je nachdem, ob die Bestraftung oder die Rückführung des Schadens im Fokus steht, ergeben sich auch entsprechende Zielkonflikte.

Diese Zielkonflikte zu managen ist eine der Aufgaben des forensischen Experten, der je nach Priorität der Organisation die unterschiedlichen Aktivitäten steuern muss.