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Whistleblowing (Hinweisgebersysteme)

Whistleblowing ist ein wesentliches Element eines Compliance-Prozesses und bezeichnet ein Hinweisgebersystem, dessen Ziel der Schutz des Unternehmenseigentums ist.


Der Begriff Whistleblower (engl. wörtlich „Pfeifenbläser“) bezeichnet einen Informanten, der Missstände, il­legales Handeln (z. B. Korruption, Insiderhandel) oder allgemeine Gefahren (z. B. Verstrahlung), von denen er an seinem Arbeitsplatz erfährt, durch verschiedene Möglichkeiten an die verantwortlichen Stellen in der Organisation bringt. Die besten deutschen Begriffe für den Whistleblower sind wohl Hinweisgeber bzw. Informant.

Es gibt verschiedene Ansätze für ein Whistleblowing, von denen jedoch nicht alle optimal sind:

  • Webbasierte anonyme Systeme mit der Möglichkeit eines Dialogs zwischen Hinweisgeber und aufnehmender Stelle
  • Ombudsmänner als externe Rechtsanwälte, die Hinweise mit dem Schutz ihres Anwaltsprivilegs vertraulich behandeln können
  • Sonstige Ansprechpartner wie Interne Revision, Complianceverantwortliche, Unternehmenssicherheit ohne Schutz für den Hinweisgeber
  • Mischungen aus den genannten Varianten

In der Praxis findet man gerade bei KMUs verschiedene Ansätze, die allerdings nicht in jedem Fall professionell sind. Wichtig ist auf Grund der rechtlichen Situation in der Bundesrepublik, die zumindest unbefriedigend ist, dass die Hinweisgeber ihre Informationen geschützt abgeben können. Im schlimmsten Fall führt dies dazu, dass das System komplett ungenutzt bleibt.