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Betroffene Unternehmen – Häufigkeit

Nahezu die Hälfte der Unternehmen wurde in den letzten zwei Jahren Opfer von wirtschaftskriminellen Handlungen, größere deutsche Unternehmen waren sogar mit über sechzig Prozent betroffen. Im Branchenvergleich sind zwar am stärksten von Wirtschaftskriminalität betroffen die Telekommunikationsbranche, der Handel und der Finanzbereich, es zeigt sich jedoch insgesamt, dass das Phänomen Wirtschaftskriminalität ein branchenübergreifendes Problem ist.


Dies können wir nur bestätigen. Weder die Größe eines Unternehmens schützt vor diesem Risiko, noch die Branche. Ebenso gilt, dass praktisch alle Prozesse – Einkauf, Vertrieb, Konstruktion und andere – von diesem Risiko betroffen sind. Eine Gefährdung eigener Art unterliegen die Beteiligungen – je weiter weg sie vom Stammhaus lokalisiert sind, und je unzureichender die Überwachung ist, umso mehr steigt das Risiko für wirtschaftskriminelle Handlungen.

Auch die jüngsten Studien zum Thema Wirtschaftskriminalität zeigen weiterhin eine andauernde Zunahme der Zahl betroffener Unternehmen. Zwar rechnet weniger als die Hälfte der deutschen Unternehmen damit, in den nächsten fünf Jahren Opfer doloser Handlungen zu werden, es gilt jedoch als gesichert, dass ca. 80 % der Unternehmen ihre Risikolage nicht korrekt beurteilen. Die oben dargestellten Zahlen zeigen diese Fehleinschätzung deutlich auf. Gerade die Unternehmen, die das Risiko für gering erachten, verfügen (konsequenter Weise) lediglich über schwache einschlägige Kontrollen. Interne Überwachungsträger sind nicht vorhanden oder ineffektiv .

Manchmal handelt es sich um fehlendes Problembewusstsein, manchmal um Naivität, manchmal um fehlende Kenntnis, auf welche Weise das eigene Unternehmen durch Wirtschaftskriminalität geschädigt werden kann. Je weniger ein Unternehmen um seine Risiken weiß, umso einfacher wird es Opfer. Also gerade diejenigen Organisationen, die das Risiko verneinen, werden davon betroffen werden.

Es werden von den Unternehmen folglich weniger Straftaten und nur geringe Schäden entdeckt, die Unternehmen fühlen sich in ihrer falschen Risikoeinschätzung bestätigt. Tatsächlich besteht jedoch ein hohes Dunkelfeld, das aber nicht annähernd exakt einschätzbar ist.