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Konsequenzen

Notwendige, aber zum Teil nur selten ergriffene Maßnahmen nach der Aufdeckung von dolosen Handlungen sind:

  • Untersuchung durch eine interdisziplinäre Task Force
  • Kündigung des Täters und Strafanzeige
  • Beendigung der Geschäftsbeziehung (bei externem Täter)
  • Versuch der Vermögensrückführung und weitere zivilrechtliche Schritte
    (z. B. Schadensersatz)
  • Ursachenanalyse
  • Umsetzung notwendiger korrektiver Folgemaßnahmen

Immerhin erfolgt zwischenzeitlich in ca. 60 Prozent der Fälle tatsächlich eine Strafanzeige. Es ist jedoch festzustellen, dass gegen Täter aus dem Topmanagement seltener Sanktionen ergriffen werden als gegen die sonstigen internen und externen Täter.

Gerade aber die unternehmensöffentliche Sanktionierung von im Unternehmen bereits bekannt gewordenen Straftaten ist eine absolute Notwendigkeit, um eine Präventionswirkung zu erzielen. Werden keine Sanktionsmaßnahmen ergriffen, kommt es regelmäßig zu gegenteiligen Effekten, die Hemmschwelle weiterer Mitarbeiter, selbst dolose Handlungen zu begehen, sinkt signifikant.

Da lediglich ca. 40 Prozent der deutschen Unternehmen mit der Ermittlungsarbeit der Behörden wie Staatsanwaltschaft und Polizei zufrieden sind, muss deutlich gemacht werden, dass die Erstattung einer Strafanzeige über ihre Signalwirkung in erster Linie einen präventiven Charakter hat. Zur Aufarbeitung von Wirtschaftskriminalität empfiehlt sich vielmehr die Einbeziehung externer Dienstleister, deren Beauftragung in nahezu achtzig Prozent der Fälle als positiv bewertet wird.