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Der lateinische Ursprung des Wortes Prävention bedeutet so viel wie verhüten. Es geht um die Vermeidung von ungewünschten Ereignissen, also in unserem Zusammenhang um dolose Handlungen, um die Vermeidung von Wirtschaftskriminalität.

Der Begriff wird verwendet in:

  • der Medizin und der Psychologie in den Bereichen der Krankheitsvorbeugung
  • in der Politik in den Bereichen der Krisen- und Konfliktprävention
  • in der Kriminologie für Maßnahmen zur Vermeidung von dolosen Handlungen
  • in der sozialen Arbeit im Bereich der Suchtprävention

In der Wissenschaft spricht man von drei verschiedenen Arten der Prävention, nämlich der primären, der sekundären und der tertiären Prävention.

Die primäre Prävention betrifft die Vermeidung von dolosen Handlungen. Sie setzt ein, bevor eine Dolose Handlung verübt wird und fragt auch nach Risikofaktoren, die dazu führen können. Präventionselemente wie Testverfahren, die sich beispielsweise an die Gruppe der neu einzustellenden Mitarbeiter richten, gehören hierzu.

Die sekundäre Prävention beschäftigt sich mit der Verhinderung von Normverletzungen. Sie richtet sich beispielsweise an besonders gefährdete Zielgruppen. In unserem Kontext könnten dies Personen sein, die auf Grund einer Gefährdungsanalyse als besonders wichtig für die Vermeidung von dolosen Handlungen angesehen werden – also etwa Personen mit weit reichenden Entscheidungsbefugnissen über Vermögenswerte oder solche, die sehr nahe am Geld arbeiten.

Die tertiäre Prävention beschäftigt sich mit der Prävention nach Regelverletzungen, also Ex post nach der Begehung doloser Handlungen. Sie ist weniger Prävention als vielmehr eine Vermeidung von Wiederholungen. Alle Maßnahmen aus der Aufarbeitung im Rahmen des Anti-Fraud-Management-Systems können hier zugeordnet werden.