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Einschätzung der Wirksamkeit

Die Prognosequalität von Integritätstests beträgt nicht 100 Prozent. Damit besteht die Problematik, dass auch mit Hilfe von solchen Testverfahren Innentäter eingestellt werden oder auch Mitarbeiter nicht zur Einstellung gelangen, bei denen eine andere Entscheidung richtiger gewesen wäre.

Ein Integritätstest hat allerdings folgende Vorteile:

  • Er dokumentiert auch nach außen hin, dass die Organisation sich ernsthaft um ethisches Verhalten bemüht und dies gegegenenfalls auch sanktionieren wird.
  • Er verbessert die Entscheidung über die Einstellung, weil neben klassischen Auswahlmethoden auch persönliche Eigenschaften getestet werden, die mit einem Anforderungsprofil abgeglichen werden können.

Durch den Einsatz von Integritätstests sollen die durch Mitarbeiter verursachten Schäden verhindert oder zumindest verringert werden. Jährlich entsteht durch Diebstahl im Einzelhandel ein Schaden in Höhe von mehreren Milliarden Euro. Etwa die Hälfte sind auf Mitarbeiterdiebstähle zurück zu führen.

Selbstverständlich können auch die Straftaten wie Betrug, Untreue oder Bestechung eingedämmt werden, wenn man nur möglichst integre Mitarbeiter einstellt. Insofern stellt der Test ein Präventionsinstrument dar, das durch keine anderen Instrumente, die wir hier darstellen, abgedeckt werden kann. Er fokussiert auf den potentiellen Täter.

Wir empfehlen den Einsatz von Integritätstests unter der Voraussetzung, dass sie nicht das alleinige oder entscheidende Mittel zur Beurteilung von Bewerbern sind. Notwendig sind allerdings vorbereitende Maßnahmen und gegebenenfalls auch eine Testphase, um interne Widerstände zu identifizieren und die Ursachen auszuräumen.