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Sensibilisierungen mit Bezug zu dolosen Handlungen

Von Sensibilisierungsmaßnahmen spricht man immer dann, wenn man Mitarbeiter der eigenen Organisation durch spezielle Maßnahmen auf Gefährdungen aufmerksam machen möchte. Das Ziel von Sensibilisierungsmaßnahmen ist es, mögliches Fehlverhalten zu thematisieren, damit der Mitarbeiter über ein angemessenes Repertoire an Möglichkeiten verfügt und nicht ungewollt in eine Situation gerät, in der er abhängig ist - oder zu sein glaubt.


Es besteht im Idealfall eine Verbindung zwischen der Sensibilisierung und anderen Elementen eines Anti-Fraud-Management-Systems wie einem Hinweisgebersystem. Wichtig zu wissen ist, dass Außentäter häufig damit beginnen, über eine reine Kundenpflege hinaus Abhängigkeiten zu erzeugen. Dieses Verhalten, das man auch Anfüttern nennt, ist der erste Schritt hin zur Korruption. Die Abwehr dieser Anfänge ist ein wichtiges Element in einem Anti-Fraud-Management-System.

Sensibilisierungen werden beispielsweise in Form von Schulungen und Workshops durchgeführt. In der Regel betreffen sie die eigenen Mitarbeiter. Hierbei wird man, um eine effiziente Durchführung zu erwirken, diejenigen Mitarbeiter präferieren, deren Tätigkeit einer besonderen Gefährdung unterliegt. Dies können sein:

  • Einkauf
  • Vertrieb
  • Forschung und Entwicklung
  • Rechnungswesen und Zahlungsverkehr
  • Bauabteilungen
  • Interne Revision

Welche Mitarbeiter sensibilisiert werden sollten, ist abhängig von der jeweiligen Organisation. So werden Mitarbeiter im Einkauf in fast allen Organisationen ähnlichen Gefährdungen ausgesetzt sein, aber solche, die sich in einer gemeinnützigen Organisation mit dem Fundraising beschäftigen, ganz spezifischen. Dies muss jeder Ansatz zur Sensibilisierung berücksichtigen.

Viele Organisationen übersehen, dass sie individuelle Einfallstore für dolose Handlungen haben und berücksichtigen dies nicht bei der Konzeption von Sensibilisierungsmaßnahmen.