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Beispiel für die Sensibilisierung im Bereich Facility Management

Facility Management, manchmal auch FM, sind alle Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Bewirtschaftung von Gebäuden und Anlagen wie beispielsweise auch Industriewerken.


Missbrauchstatbestände von Relevanz für eine Organisation im Bereich Facility Management sind dabei insbesondere Verstöße gegen interne oder externe Regelungen (Compliance) beziehungsweise Straftaten, die nach deutschem oder ausländischem Recht mit Strafe bewehrt sind.

Eine Abteilung Facility Management ist verantwortlich für einen Gesamtetat mit einem Gesamtvolumen von mehreren dutzend Millionen Euro im Jahr. Ein Großteil dieses Etats wird im Bereich Beauftragung von Unternehmen in ca. zwei Dutzend verschiedenen Gewerken bewirtschaftet. Das Unternehmen hat hierzu Verträge mit einzelnen Dienstleistern abgeschlossen.

Hierbei sind die einzelnen Mitarbeiter aus dem Facility Management damit befasst, teilweise alleine über sechsstellige Beträge zu verfügen, die im Auftrag des Facility Managements oder durch einzelne Abteilungen abgewickelt werden.

Auf Grund einer sehr knappen personellen Ausstattung bestehen neben Schlüsselpersonenrisiken auch Risiken, die sich durch die enge und langjährige Zusammenarbeit mit einzelnen Lieferanten ergeben können. Eine Rotation der Aufgaben, wie etwa im öffentlichen Dienst teilweise zwingend vorgeschrieben, wird bei dieser Organisation nicht durchgeführt. Sie scheitert unter anderem auch an der fehlenden Fachkenntnis von anderen Mitarbeitern, die nicht als Stellvertreter eingesetzt werden können.

In Anlehnung an eine Richtlinie der Bundesregierung zur Korruptionsprävention in der Bundesverwaltung gelten Arbeitsgebiete als besonders korruptionsgefährdet, bei denen:

  • häufige Außenkontakte stattfinden, auch durch Kontroll- und Aufsichtstätigkeiten,
  • Bewirtschaften von Haushaltsmitteln im größeren Umfang und die Vergabe von Aufträgen umgesetzt werden.

Dies trifft unserer Auffassung nach auf die beschriebene Abteilung in vollem Umfang zu. Dolose Handlungen haben neben den wirtschaftlichen Primär- und Sekundärschäden bei Bekannt werden eine immense negative Außenwirkung in Form von Reputationsverlusten. Darum sollte in diesem Bereich eine Sensibilisierung stattfinden.