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Einschätzung und Wirksamkeit von Sensibilisierungsmaßnahmen

Nach unserer Erfahrung gelingt über die Durchführung von Sensibilisierungsmaßnahmen oftmals die erste offene und unbefangene Thematisierung von Fraud in der Organisation. Der große Vorteil ist, dass sich die Mitarbeiter mit einer für sie konkreten Gefährdung auseinander setzen müssen und dies praktisch am grünen Tisch üben können. Die am Anfang festzustellende Befangenheit wird abgebaut und weicht einer konstruktiven Auseinandersetzung.


Das Thema Wirtschaftskriminalität wird so aus einer bestehenden Schwarz- oder Grauzone herausgeholt und mögliche Risiken werden diskutiert. Dies ist für alle Beteiligten von Vorteil, egal ob es sich um interne oder um einen Mix von internen und externen Verantwortlichen handelt.

Auf den Ergebnissen von solchen Workshops können auch die Träger der Organisationsüberwachung aufbauen:

  • Es ergeben sich häufig direkte Prüfungsfelder für die Interne Revision
  • Es werden häufig Lücken im Internen Kontrollsystem aufgedeckt

Bereichernd ist dazu, dass es erstmals zu einem direkten Austausch mit besonders gefährdeten Bereichen außerhalb einer Prüfung kommt. Man trifft sich auf Augenhöhe, ohne dass der Fachbereich in der klassischen Rolle des Geprüften ist. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für einen konstruktiven Dialog.

Interne potentielle Täter werden abgeschreckt, ihr subjektives Risiko wird erhöht. Wirtschaftskriminalität lebt von Verschleierung und von Grauzonen , und Sensibilisierungen haben einen wesentlichen Anteil dran, diese Grauzonen zu eliminieren.

Sensibilisierungen sind nur ein erster Schritt in einem Maßnahmenpaket von größerem Umfang. Ebenso wichtig ist die effektive Durchführung, ohne die es keinen Erfolg geben wird. Die Durchführung von Sensibilisierungen ist aber generell ein wichtiges Element in der praktischen Umsetzung von Präventionsmaßnahmen.